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Waterberg Ravensberger Missionare im Kolonialkrieg im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika
Eine Ausstellung im St. Martins-Stift Spengevom 16. Oktober bis 31. März 2005 Im August dieses Jahres jährte ich zum 100sten Male der Völkermord der deutschen Kolonialmacht im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, dem seit 1990 unabhängigen Namibia. Was geht uns Ostwestfalen das heute noch alles an, fragen sich viele. Wenig bekannt ist, dass neben Soldaten aus unserer Region, die als Schutztruppler im Herero- und Nama-Krieg kämpften, vor allem die Missionare aus Ravensberg und Lippe in die Kolonisation, den Krieg, die Konzentrationslager, Zwangsarbeit und die anschließende Apartheid involviert waren. Diesem unbekannten Kapitel unserer Geschichte ist die Ausstellung unter dem Motto "Gerechtigkeit, Versöhnung, Frieden" gewidmet. Exemplarisch dargestellt wird die problematische Verknüpfung von Mission und Kolonisation an den Lebenswegen des Engeraner Schumachers August Kuhlmann und des Spenger Seidenwebers Heinrich Vedder, beide von der Rheinischen Missionsgesellschaft als Missionare ausgebildet, und 1898 bzw. 1903 in die damalige deutsche Kolonie Südwest-Afrika entsandt. Auf 30 Tafeln wird die deutsche Missions-, Kolonial-, und Apartheidsgeschichte im heutigen Namibia bis zur Unabhängigkeit gezeigt. 13 davon können Sie hier sehen. Ausstellungseröffnung: 16. Oktober 2004 um 15.30 Uhr St. Martins-Stift Spenge, Poststr. 13, 32139 Spenge
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