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3. Menschen in Afrika - Zerstörung ihrer Lebensformen

Mit ihren eurozentrierten-christlichen Weltbild trafen die Missionare auf eine völlig andere Lebens- und Erfahrungswelt, welche als "heidnisch", "barbarisch", "steinzeitlich" und "unzivilisiert" wahrgenommen wurde. Hier setzten die Missionare ihre "Kulturarbeit" an, mit
  • der Beseitigung nomadischer Lebensformen durch Sesshaftmachung in Missionsgemeinden,
  • der Zerstörung traditioneller polygamer Lebensformen durch Einführung der monogamen christlichen Ehe, die die Unterordnung der Frau in materieller wie geistlicher Hinsicht vorsah,
  • der Vernichtung afrikanischer kollektiver Identität durch Postulierung individueller Existenz und
  • der Kapitalisierung von nicht-geldlich orientierter Arbeit durch systematische Erziehung des "faulen" Negers zu erwerbsmäßig orientierter Arbeit im Dienste der Weißen.

Himba-Gruppe


  1. Ravensberger Erweckungsbewegung und Heidenmission
  2. Die Kolonialdiskussion und die Rolle der Mission
  3. Menschen in Afrika - Zerstörung ihrer Lebensformen
  4. Afrikanische Identität
  5. Die "Schutzverträge"
  6. Die Reservatsfrage
  7. Januar 1904 - Der Krieg beginnt
  8. Entscheidung am Waterberg
  9. Völkermord in der Omaheke
  10. Deutsche Helden !?
  11. Konzentrationslager und Zwangsarbeit
  12. Mandats- und Apartheidszeit
  13. Bewältigung einer traumatischen Vergangenheit